NSU-Prozess: Fortsetzung erst nach Ostern
Zschäpe krank

München. Die Plädoyers der Verteidiger im NSU-Prozess verzögern sich bis nach der Osterpause. Am Donnerstagmorgen sagte das Oberlandesgericht München den kompletten Verhandlungstag ab, weil die Hauptangeklagte Beate Zschäpe weiter krank ist. Zschäpe wurde erst gar nicht von der Strafanstalt Stadelheim ins Justizgebäude gebracht. Auch die Geschäftsstelle des Gerichts erfuhr erst eine knappe Stunde vor Verhandlungsbeginn von Zschäpes Unpässlichkeit. Am Vortag hatte Zschäpe-Verteidiger Hermann Borchert vom Gericht schon das Wort für seinen Schlussvortrag erhalten, gleich im ersten Satz aber auf Kopfschmerzen und Übelkeit bei seiner Mandantin hingewiesen. Nächster Prozesstag ist nun der 10. April. Bis dahin geht das Gericht in die Osterferien. Die Bundesanwaltschaft wirft Zschäpe Mittäterschaft bei allen Verbrechen des rechtsextremen "Nationalsozialistischen Untergrunds" vor.

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