04.07.2015 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Ohne Flüchtlinge mehr Geld für Studiengänge und Lehrerstellen Markus Söder und die Migranten: Schon vorher fehlte Geld für Bildung

Thema Flüchtlinge und die bayerische Bildungspolitik:

von Redaktion OnetzProfil

Markus Söder hat darauf verwiesen, dass man mit der Summe von 3 Milliarden Euro 50 000 Lehrerstellen schaffen könnte oder 460 000 Studienplätze. Geld, das der bayerische Staat wohl zur Verfügung hätte, würden da nicht so viele Asylbewerber nach Bayern drängen.

Warum Markus Söder hier genau die Bildung Bayerns mit den Flüchtlingen aufwiegt, ist irgendwie rätselhaft. Und noch rätselhafter erscheint mir der Umstand, dass diese 3 Milliarden Euro nicht für Schule und Studium verwendet worden sind, als Flüchtlingsströme noch gar nicht existiert haben.

Ströme an Junglehrern gibt es länger

Denn schon wesentlich länger als die Flüchtlingsströme gibt es Ströme an Junglehrern mit Bestnoten, die der Freistaat Bayern nicht in den Staatsdienst übernimmt, obwohl man sie tatsächlich brauchen könnte. Viele dieser Lehrer, für deren Ausbildung bayerische Steuergelder investiert worden sind, wandern ab - und damit auch bayerische Investitionen.

Oder die Junglehrer müssen sich von Jahr zu Jahr von Vertrag zu Vertrag hangeln. Wir stehen hier also vor einer seltsamen Situation: 5 Jahre wollte man in Bayern kaum Geld für Bildung ausgeben, und nun will man ja, aber kann nicht mehr, nur wegen einer Belastung, die erst seit Kurzem existiert. Geholfen ist damit keinem: Weder der Bildung in Bayern noch den Flüchtlingen. Höchstens vielleicht einem Markus Söder.

Josef Bauer, 92712 Pirk

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