15.03.2018 - 22:08 Uhr
Deutschland & Welt

Pflege Pflegeversicherung meldet Defizit von rund 2,4 Milliarden Euro

Berlin. Die gesetzliche Pflegeversicherung hat das Jahr 2017 mit einem Minus beendet. Nach Zahlen, die der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Donnerstag veröffentlichte, betrug das Defizit rund 2,4 Milliarden Euro. Damit endete erstmals seit 2007 wieder ein Jahresabschluss der Pflegekasse mit roten Zahlen. Insgesamt betrugen die Ausgaben im Vorjahr 37,2 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2007 hatten sie bei 18,4 Milliarden gelegen. Gegenüber 2016 stiegen die Kosten um etwa 7,5 Milliarden Euro (plus 25 Prozent). Grund dafür war vor allem die jüngste Pflegereform, die höhere Leistungen für die Versicherten vorsieht. Im Juni 2017 bezogen 3,1 Millionen Bürger Leistungen der Pflegekasse, 400 000 mehr als noch am Jahresende 2016.

von Agentur EPDProfil

Der für die Pflegeversicherung zuständige Vorstand des Kassenverbands, Gernot Kiefer, betonte, es bestehe kein Anlass zur Sorge. Die Pflegeversicherung sei trotz steigender Ausgaben aufgrund der Rücklagen in einer guten finanziellen Verfassung, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Kiefer zufolge gehen 80 Prozent der zusätzlichen Ausgaben auf das Konto der Pflegereform. 20 Prozent hätte es wegen der alternden Bevölkerung ohnehin gegeben.

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