Populisten attackieren Merkels Flüchtlingspolitik
Alarm von rechts

Berlin. Nach dem Terroranschlag von Berlin nutzen europäische Rechtspopulisten die Gewalttat für Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik. Einige Reaktionen:

Rechtspopulist Geert Wilders in den Niederlanden twitterte am Dienstag das Bild einer blutverschmierten Bundeskanzlerin Angela Merkel, die seiner Ansicht nach für den Anschlag verantwortlich ist. Das Bild zeigt Merkel mit leicht erhobenen Händen, die ebenso wie ihre Jacke und ihr Gesicht mit Blut bedeckt sind. In Österreich kommentierte FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache: "Das alles sind sehr bedenkliche und alarmierende Entwicklungen." Offenkundig tauge die Balkanroute weiter als Weg auch für Terroristen. Der Festgenommene "wäre nicht der erste radikal-islamistische terroristische Verbrecher, der über die Balkanroute eingesickert ist."

Frankreichs Rechtspopulistin Marine Le Pen warf den Regierungen auf Twitter vor, zahlreiche Migranten einreisen zu lassen, obwohl unter ihnen islamistische Terroristen seien. Die Chefin der rechtsextremen Front National forderte zudem eine strategische Allianz der USA, Russlands und Frankreichs, um gegen den "islamistischen Fundamentalismus" vorzugehen. Dänemark könne nicht länger das Risiko eingehen, Asylbewerber ins Land zu lassen, erklärte der außenpolitische Sprecher der Dansk Folkeparti, Martin Henriksen, nach dem Anschlag in Berlin.
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