Puigdemont steht unverändert zu Referendum in Katalonien
"Es gibt kein Zurück"

Neumünster/Barcelona. Genau ein halbes Jahr nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien hat sich der in Deutschland inhaftierte frühere Regionalchef Carles Puigdemont erneut in den sozialen Netzwerken zu Wort gemeldet. Die Volksbefragung vom 1. Oktober 2017 sei "der Beginn einer neuen Ära" gewesen, "von der es kein Zurück gibt", ließ der 55-Jährige am Sonntag auf Twitter und Instagram verbreiten. Die Mitglieder der abgesetzten Regionalregierung seien "politische Gefangene, aber frei in ihrem Geist", so der Separatist.

Am Ostersonntag bekam er im Gefängnis Besuch von den beiden Linke-Bundestagsabgeordneten Diether Dehm und Zaklin Nastic. Dehm berichtete anschließend, Puigdemont habe Angst vor einer Abschiebung nach Spanien. Puigdemont sei aber "voll Mut" und habe erklärt, er fühle sich stark. Nach Angaben des schleswig-holsteinischen Justizministeriums verfüge er in der JVA Neumünster nicht über einen Zugang zum Internet. Er dürfe aber unter Aufsicht telefonieren, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Kiel.

Nach dem von der Justiz verbotenen Referendum im Oktober und einem daraus resultierenden Unabhängigkeitsbeschluss hatte die Regierung in Madrid die Regionalregierung entmachtet und die Kontrolle in der reichen Region übernommen.
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