10.03.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Putin und Erdogan Zwei Autokraten, die sich brauchen

Moskau. Mit einer Geste der Entspannung hat Russland den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan empfangen. Die Regierung in Moskau hob am Freitag Sanktionen gegen die Türkei teilweise auf. Kremlchef Wladimir Putin lobte die Zusammenarbeit mit Ankara im Syrienkonflikt als vertrauensvoll und effektiv. Es ist Erdogans zweiter Besuch in Russland seit August 2016. Geplant waren auch Gespräche zahlreicher Regierungsvertreter.

Der russiche Präsident Wladimir Putin (links) begrüßt den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Der Abschuss eines russischen Jets durch die Türkei 2015 hatte zu einem Zerwürfnis zwischen Moskau und Ankara geführt. Seit Sommer 2016 stehen die Zeichen wieder auf Partnerschaft. Russische Experten sagen, dass Erdogan wegen Spannungen mit dem Westen den Schulterschluss mit Moskau suche. Im Syrien treten Russland und die Türkei als Garantiemächte für die Waffenruhe auf.

Als Zeichen der Wiederannäherung lockerte Moskau ein Einfuhrverbot für Obst und Gemüse. Unter anderem dürfen wieder Zwiebeln, Nelken, Blumenkohl und Brokkoli aus der Türkei nach Russland geliefert werden. In Kraft bleibt aber ein Importverbot für Tomaten, eines der wichtigsten türkischen Exportprodukte. Mit dem Embargo hatte Moskau 2016 auf den Abschuss seines Militärjets reagiert. Die russische Airline Pobeda kündigte an, dass sie von Freitag an Flüge in die Türkei anbiete.

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