27.10.2017 - 14:04 Uhr
Deutschland & Welt

Reformationsjubiläum vor dem Höhepunkt Unterschiedliche Urteile über Festjahr

Frankfurt. Die Feiern zum 500. Reformationsjubiläum steuern auf ihren Höhepunkt zu. Das mit dem Reformationstag endende Festjahr habe zu "einer breiten Wahrnehmung des christlichen Glaubens in der Öffentlichkeit geführt", bilanzierte am Freitag der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Gerhard Ulrich. Kritisch äußerte sich der Wittenberger Theologe Friedrich Schorlemmer, aus dessen Sicht die evangelische Kirche derzeit mit der christlichen Botschaft zu wenige Menschen erreicht. Schorlemmer sagte, die evangelische Kirche dürfe sich ihre "Resonanzkrise" durch die "schönen großen Veranstaltungen" im zu Ende gehenden Festjahr nicht schönreden. "Wir müssen den Menschen mehr klar machen, was wir zu sagen haben." Ulrich indes erklärte als oberster Repräsentant der lutherischen Landeskirchen, viele Menschen hätten in den zurückliegenden Monaten das geistliche Anliegen der Reformation neu verstanden.

In Lutherstadt Eisleben erinnert ein Denkmal an Martin Luther. Bild: Hendrik Schmidt/dpa
von Agentur EPDProfil

Das Festjahr war am 31. Oktober 2016 eröffnet worden. 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht, die er der Überlieferung nach am 31. Oktober an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte. Am bundesweit einmalig arbeitsfreien Reformationstag finden in ganz Deutschland Gottesdienste und Jubiläumsfeiern statt.

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