Risiko Geschlecht
Frauen stärker armutsgefährdet

Berlin. Frauen geraten in Deutschland nach Angaben der Nationalen Armutskonferenz schneller in die Armutsfalle als Männer. "Eines der größten Armutsrisiken in Deutschland ist, eine Frau zu sein", sagte die Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz, Barbara Eschen, am Montag in Berlin.

Frauen kümmerten sich um die Kinder, pflegten Angehörige, wirkten ehrenamtlich in Kita oder Schule, im Sport oder in sozialen Initiativen. Sie brächten bedeutend mehr Zeit unentgeltlich in die "Sorgearbeit" ein als Männer. "Als Dank ernten sie schlechte Rückkehrchancen in den Beruf, prekäre Arbeitsverhältnisse und deutlich geringere Renten", sagte Eschen, die auch Direktorin der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist, bei der Vorstellung einer Broschüre mit dem Titel "Armutsrisiko Geschlecht. Armutslagen von Frauen in Deutschland". 2016 habe die Durchschnittsrente bei einer Frau 617 Euro betragen, die eines Mannes 1043 Euro, sagte Eschen.
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