18.10.2017 - 16:54 Uhr
Deutschland & Welt

Rücktritt in Sachsen Stanislaw Tillich wirft das Handtuch

Dresden. Dreieinhalb Wochen nach der schweren Niederlage der sächsischen CDU bei der Bundestagswahl hat Ministerpräsident Stanislaw Tillich seinen Rücktritt angekündigt. Nach neun Jahren im Amt will er im Dezember als Regierungschef abtreten.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) tritt zurück. Bild: Sebastian Kahnert/dpa
von Agentur DPAProfil

Als seinen Nachfolger will er den sächsischen CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer vorschlagen. Auch als CDU-Landesvorsitzender werde er bei dem Parteitag im Dezember nicht mehr zu Verfügung stehen, sagte Tillich am Mittwoch in Dresden. Bei der Bundestagswahl war die AfD in Sachsen stärkste politische Kraft geworden und hatte dabei die seit der Wende im Freistaat regierende CDU um ein Zehntelprozentpunkt übertroffen.

"Für eine gute Zukunft Sachsens sind auch neue Antworten wichtig. Es braucht den Mut, gewohnte Bahnen zu verlassen", sagte Tillich. Deshalb habe er sich entschlossen, die Verantwortung in jüngere Hände zu übergeben. Seit Tagen war über eine größere Regierungsumbildung spekuliert worden. Nach der Wahl hatte Tillich bereits eine schärfere Asyl- und Einwanderungspolitik gefordert und von seiner Partei verlangt, die Lücke nach rechts zu schließen. Die sächsischen Landräte hatten von ihm darüber hinaus weitere Konsequenzen gefordert. (Seite 4)

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