Russischer Präsident will "Staatlichkeit" klären - Nato plant neue Stützpunkte
Putin: Über Ostukraine reden

Kremlchef Wladimir Putin hat die ukrainische Regierung aufgefordert, mit den Separatisten Gespräche über den staatlichen Status der umkämpften Ostukraine zu beginnen. Was genau Putin meinte, blieb unklar. Für Kiew und den Westen stehen die Grenzen der Ukraine nicht zur Diskussion. Putin sagte in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des russischen Staatsfernsehens, Ziel der Gespräche müsse es sein, die Interessen der Menschen in der Ostukraine zu sichern. "Es müssen umgehend substanzielle inhaltliche Verhandlungen anfangen - nicht zu technischen Fragen, sondern zu Fragen der politischen Organisation der Gesellschaft und der Staatlichkeit im Südosten der Ukraine", sagte er.

Wenige Tage nach der Festnahme von zehn russischen Soldaten entließ die Ukraine unterdessen die Männer in ihre Heimat. Die Soldaten seien ihrem Kommandostab übergeben worden, teilte der russische Generalmajor Alexej Ragosin am Sonntag mit. Russland habe mehr als 60 ukrainische Soldaten übergeben. Russland stellte einen weiteren Hilfskonvoi für die Bevölkerung der Ostukraine zusammen. Rund 280 Lastwagen mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten warteten auf die Einfahrt in das Krisengebiet Donbass, berichtete das russische Staatsfernsehen. Putin hatte die Lieferung Medien zufolge mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko vereinbart. Als Reaktion auf die Krise will die Nato laut "Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung" in den drei baltischen Staaten sowie in Polen und Rumänien fünf neue Stützpunkte aufbauen. Deutschland beteiligt sich unterdessen ab heute mit sechs "Eurofighter"-Kampfflugzeugen an der Nato-Luftraumüberwachung über dem Baltikum.
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