Russland erreicht Einigung zur Waffenruhe in Syrien
Mit leichtem Druck

Damaskus/Moskau. Im Syrien-Krieg haben Russland und die Türkei eine landesweite Waffenruhe zwischen Regierung und Opposition ab Freitag ausgehandelt. Der russische Präsident Wladimir Putin verkündete die Einigung zwischen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und mehreren Oppositionsgruppen. Die Waffenruhe soll demnach in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um Mitternacht beginnen.

Russland und die Türkei fungierten als Garantiemächte, teilte das Außenministerium in Ankara mit. In Damaskus meldete die Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag, das Generalkommando hätte nach den militärischen Siegen die flächendeckende Feuerpause verkündet.

Putin würdigte auch die Unterstützung des Irans bei der Einigung. Die Parteien hätten die Bereitschaft erklärt, Friedensgespräche zu beginnen, sagte er. "Die erzielten Vereinbarungen sind fragil. Sie brauchen besondere Aufmerksamkeit und Begleitung, um sie zu erhalten und entwickeln", gab Putin zu bedenken.

Eine Waffenruhe könnte Grundlage für Gespräche sein, bei denen die Türkei und Russland im Januar in Kasachstan vermitteln wollen. Im syrischen Bürgerkrieg sind etwa 500 000 Menschen getötet worden. Frühere Versuche international ausgehandelter Waffenstillstände scheiterten. Am Donnerstag hatte es zunächst erneut Kämpfe nahe Damaskus gegeben.
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