Russland untermauert Anspruch
Geldscheine mit Krim-Motiven

Moskau. Russland hat seinen Anspruch auf die annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim auch mit neuen Geldscheinen mit Motiven der Region untermauert. Üblicherweise werden auf russischen Geldscheinen Sehenswürdigkeiten und historisch wichtige Persönlichkeiten des Landes abgebildet.

Russland hatte sich die ukrainische Halbinsel 2014 einverleibt; international wird sie nicht als russisches Gebiet anerkannt und das Vorgehen als Völkerrechtsbruch gewertet. Der Schein im Wert von 200 Rubel (knapp 3 Euro) werde zunächst in dieser Region in Umlauf gebracht, sagte Notenbankchefin Elvira Nabiullina am Donnerstag in Moskau. Russlandweit sollen die Banknoten zum Jahresende erscheinen. Nach der Annexion ließ Moskau bereits Sonderbanknoten drucken und Münzen mit Krim-Motiven prägen. Die Zentralbank hatte die Einführung neuer Rubelscheine 2016 in Auftrag gegeben. Tausende Vorschläge mit russischen Sehenswürdigkeiten wurden eingebracht, im Internet wählten die Russen ihre Favoriten aus.
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