06.10.2017 - 22:06 Uhr
Deutschland & Welt

Schmutzkampagne in Österreich: Neue Details: Brisante SMS

Wien. Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Österreich wird die Schmutzkampagnen-Affäre immer brisanter. Die unter Druck stehenden Sozialdemokraten holten am Freitag zum Gegenschlag aus. Aus einer SMS-Kommunikation zwischen einem persönlichen Mitarbeiter von ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz und dem Organisator zweier Fake-Facebook-Seiten gegen den Außenminister werde klar, dass die ÖVP Honorar für Informationen aus dem SPÖ-Zirkel geboten habe, sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christoph Matznetter am Freitag. Die SPÖ erstatte bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen den Vertrauten von Kurz wegen des Versuchs der Bestechung und Spionage. Obendrein sollte Außenminister Kurz von seinem Amt als Chefdiplomat zurücktreten, forderte Matznetter. Die ÖVP bestritt die Vorwürfe.

von Agentur DPAProfil

Unmittelbar zuvor hatte die ÖVP ihrerseits angekündigt, eine Klage wegen Verhetzung gegen die Sozialdemokraten vorzubereiten. Grund seien die rassistischen und antisemitischen Inhalte der falschen Facebook-Seiten, die sich gegen den Außenminister richteten, erklärte ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger. "Das Maß ist voll, wir klagen", sagte Köstinger. Kanzler und SPÖ-Chef Christian Kern habe das politische Klima im Land vergiftet.

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