09.02.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Sechs Mitarbeiter bei Überfall getötet: Rotes Kreuz setzt Arbeit in Afghanistan aus

Genf. (epd) Nach dem Überfall auf Rot-Kreuz-Mitarbeiter im Norden Afghanistans hat die Organisation ihre Arbeit dort vorerst eingestellt. Der Hergang und die Hintergründe der Bluttat müssten geklärt werden, teilte eine Rot-Kreuz-Sprecherin am Donnerstag in Genf mit. Bei dem Angriff waren sechs Mitarbeiter getötet worden, zwei weitere werden vermisst. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) betonte, die Organisation müsse neu bewerten, welche Gefahren im Land für das Personal bestehen. Das IKRK beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter in Afghanistan.

von Agentur DPAProfil

Die angegriffenen Mitarbeiter waren den Angaben zufolge in einem Auto-Konvoi unterwegs, als sie von Unbekannten überfallen wurden. Die aufständischen Taliban bestritten in einer Stellungnahme jegliche Beteiligung an dem Anschlag. Der Polizeichef der Provinz machte die Terrororganisation Islamischer Staat dafür verantwortlich. Nach Angaben der afghanischen Regierung waren die Rot-Kreuz-Mitarbeiter dabei, Vorräte in die Gebiete zu schaffen, die von einem Schneesturm betroffen waren.

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