23.08.2017 - 22:22 Uhr
Deutschland & Welt

Seenotretter verlangen Schutz von Bundesregierung Für sichere Arbeit

Regensburg/Berlin. (KNA) Nach dem erzwungenen Stopp der Seenotrettung im Mittelmeer ist die deutsche Hilfsinitiative Sea-Eye am Mittwoch mit Vertretern des Innenministeriums in Berlin zusammengetroffen. Dabei appellierte die Organisation nach eigenen Angaben an die Bundesregierung, ein sicheres Befahren internationaler Gewässer vor der libyschen Küste zu ermöglichen. Man erwarte von der Bundesregierung, "dass sie die Arbeit der privaten Seenotretter schützt und dies der libyschen Seite unmissverständlich klar macht", erklärte Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer anschließend.

von Agentur KNAProfil

Die Vertreter des Ministeriums hätten "Verständnis und Sympathien" für die Anliegen gezeigt, teilte die Organisation weiter mit. Eine Sicherheitsgarantie für die Crews könne es derzeit nicht geben. Deutschland bemühe sich in Gesprächen mit der libyschen Seite darum, dass die Einheitsregierung in Tripolis die Arbeit der Seenotretter nicht behindere.

Sea-Eye verwies darauf, die Internationale Schifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen habe "unmissverständlich festgestellt", dass Libyen privaten Rettungsschiffen nicht den Zugang zu jenen Seegebieten verbieten dürfe, in denen Such- und Rettungsoperationen unter libysche Zuständigkeit fallen. Libyen hatte in der vergangenen Woche ein Areal von bis zu 100 Meilen vor der libyschen Küste zur eigenen "Search and Rescue Region" (SRR) erklärt und private Organisationen gewarnt, in diese Zone zu fahren.

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