05.02.2018 - 20:42 Uhr
Deutschland & Welt

Selbstgebastelte Rohrbombe vor Fatih-Camii-Moschee gezündet Angekklagter gesteht Anschlag auf Moschee

Dresden. Im Prozess um die Sprengstoffanschläge auf eine Moschee und ein Kongresszentrum (ICC) Ende September 2016 in Dresden hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Der 31-Jährige gab am Montag zu, vor der Fatih-Camii-Moschee eine selbstgebaute Rohrbomben in einem Eimer mit brennbaren Stoffen abgestellt und mittels Zeitschaltuhr gezündet zu haben. "Ich hatte nie vor, Menschen zu verletzen oder gar in die Gefahr des Todes zu bringen", sagte er zum Vorwurf des Mordversuchs. Es sollte nach seinen Worten einen Feuerball und einen lauten Knall geben - "ich wollte nur ein Zeichen setzen". Die Anschläge vor der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden hatten bundesweit Entsetzen ausgelöst.

von Agentur DPAProfil

Er habe kein Licht gesehen und sei davon ausgegangen, dass sich keine Menschen in dem Moscheegebäude befanden, sagte der Angeklagte. Als er später hörte, dass die Familie des Imams da war, sei er schockiert gewesen. "Ich möchte deutlich sagen, dass ich die Tat bereue." Auch zur Attacke auf das ICC bekannte er sich schuldig, ohne Details zu nennen. Der Angeklagte ließ keine Nachfragen zu seiner Erklärung zu.

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