16.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Software für Online-Durchsuchung noch nicht genutzt BKA entwickelt Trojaner

von Agentur DPAProfil

Das Bundeskriminalamt (BKA) unternimmt einen neuen Anlauf, mit "Staatstrojanern" auf Verbrecherjagd zu gehen. Die Software für die Online-Durchsuchung sei inzwischen einsatzbereit, aber sie sei seit 2011 nicht zum Einsatz gekommen, berichtete das Bundesinnenministerium am Freitag. Grund dafür sei, dass es seither keinen richterlichen Beschluss für eine entsprechende Untersuchung gegeben habe.

Die Regierung teilte darüber hinaus in einer Antwort auf eine Anfrage der Linkspartei mit, eine zweite selbst entwickelte Späh-Software zur Überwachung laufender Kommunikation (Quellen-TKÜ) sei in Arbeit. Sie sei in der "Implementierungsphase" und werde demnächst getestet. Es sei noch zu früh, um einen konkreten Termin für den Abschluss dieser Entwicklung zu nennen.

Diese Quellen-TKÜ-Software sei mit Unterstützung der Firmen CSC-Deutschland und 4Soft entwickelt worden. Parallel dazu gebe es Überlegungen, eine Software für den gleichen Zweck zu kaufen. Über die Antwort der Bundesregierung hatten zuerst die "Süddeutsche Zeitung" sowie der NDR berichtet.

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