Steinmeier besucht Nato-Truppen und Gedenkstätte
Deutscher Einsatz und deutsche Schuld

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender besuchen zusammen mit der Vorsitzenden der jüdischen Gemeinden Litauens, Faina Kukliansky (rechts) die Holocaust-Gedenkstätte Paneriai in der Nähe von Vilnius (Litauen) und legen dort einen Kranz nieder. Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa

Rukla/Vilnius. Zum Abschluss seiner Reise durch die baltischen Staaten hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Einsatz der Bundeswehr für die Stärkung der Nato-Ostflanke an der Grenze zu Russland hervorgehoben. Im litauischen Rukla würdigte er am Freitag das Engagement der stationierten deutschen Soldaten. Auf dem Stützpunkt Rukla sind rund 450 Bundeswehr-Soldaten im Nato-Einsatz. Als Reaktion auf die wachsenden Spannungen mit Russland nach der Annektion der Krim hatte das westliche Bündnis jeweils rund 1000 Soldaten in die drei baltischen Staaten und nach Polen entsendet.

In der Gedenkstätte Paneriai nahe der litauischen Hauptstadt Vilnius gedachte Steinmeier am letzten Tage seiner Reise der Opfer der deutschen Besatzung und des Holocausts. Paneriai sei "für uns Deutsche ein Ort der Scham, aber auch der mahnenden Erinnerung", sagte er. Während der deutschen Besatzung waren dort zwischen 1941 und 1944 etwa 120 000 Menschen von Nationalsozialisten und litauischen Helfern erschossen worden. Steinmeier besuchte als erstes deutsches Staatsoberhaupt den Ort der Verbrechen.
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