06.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Stromkonzerne verweigern Geld für Endlager

von Redaktion OnetzProfil

Die vier großen Stromkonzerne RWE, Eon, EnBW und Vattenfall haben Widerspruch gegen ihre Kostenbeteiligungen an den Atom-Endlagerprojekten Gorleben und Schacht Konrad eingelegt. "Uns liegen Widersprüche für 2013 und 2014 vor", sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz in Hannover. Begründungen für die Zahlungsverweigerung seien darin aber nicht genannt.

Zunächst hatte die Berliner "tageszeitung" über die Einsprüche berichtet. Demzufolge wehren sich die Unternehmen gegen die Zahlung von rund 230 Millionen Euro.

Laut Atomgesetz müssen alle Kosten, die für die Endlagerung von Atommüll entstehen, anteilig von den jeweiligen Produzenten dieses Mülls getragen werden. Für die Betreiber der Atomkraftwerke geht es dabei um das ehemalige Erzbergwerk Schacht Konrad bei Salzgitter, das derzeit zum Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll ausgebaut wird, und um den Salzstock Gorleben, der bisher als mögliches Endlager für hochradioaktiven Atommüll erkundet wurde.

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