Sturm auf IS-Hochburg Al-Rakka
Kurden auf Vormarsch

Damaskus. Bei ihrem Sturm auf die IS-Hochburg Al-Rakka in Nordsyrien sind kurdisch geführte Einheiten in die Altstadt vorgedrungen. Wie das mit den Truppen verbündete US-Zentralkommando am Dienstag mitteilte, schlugen Bodeneinheiten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) zwei Breschen in die Mauer der Altstadt Al-Rakkas. Es habe starken Widerstand von Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gegeben.

Neben dem fast komplett eroberten Mossul im Irak gilt Al-Rakka am Fluss Euphrat als wichtigste Stadt in den Händen des IS. Der Ort wird seit 2014 von den sunnitischen Extremisten beherrscht. Im November 2016 hatte der von den USA unterstützte Kampf zur Befreiung der Stadt aus den Händen der Terrormiliz begonnen. Das SDF-Bündnis wird von den kurdischen Volksschutzeinheiten YPG geführt, ihm gehören aber auch arabische Kämpfer an. Das Institute for the Study of War schätzt, dass sich noch bis zu 100 000 Zivilisten in Al-Rakka aufhalten. In der Stadt sollen auch noch Tausende IS-Kämpfer sein. Die vollständige Eroberung könnte Beobachtern zufolge Wochen, vielleicht auch Monate dauern.
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