16.05.2018 - 21:52 Uhr
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Syrien Chemiewaffen-Ermittler schließen auf Einsatz von Chlorgas

Chemiewaffen-Ermittler schließen auf Einsatz in Syrien

von Agentur DPAProfil

Den Haag. (epd) Die Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) hat den Einsatz von Chlorgas bei einem Angriff in Syrien im Februar bestätigt. Am 4. Februar sei mit hoher Wahrscheinlichkeit Chlorgas in Sarakib in der nordwestlichen Provinz Idlib eingesetzt worden, teilte die OPCW am Mittwoch in Den Haag mit. Das habe die Untersuchung des Expertenteams ergeben. Die OPCW äußerte sich nicht zu dem Verantwortlichen des Angriffs. Dazu hat sie kein Mandat.

Der OPCW-Bericht zum mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen im April in Duma ist noch nicht veröffentlicht worden. Die Experten hätten in zwei Zylindern Spuren von Chlorgas gefunden, heißt es. Zudem stützen sie sich auf Zeugenaussagen und Bodenproben. Kurz nach dem Angriff seien in medizinischen Einrichtungen in dem Gebiet Patienten mit Symptomen behandelt worden, die beim Einatmen von Chlorgas und anderen giftigen Chemikalien auftreten. Die Spurensuche war schwierig, berichten die Experten. Sie konnten nicht sofort nach dem Angriff das betroffene Gebiet untersuchen.

Nach dem Angriff am 4. Februar hatten Rettungshelfer und Aktivsten die syrische Regierung für den Einsatz von Giftgas verantwortlich gemacht. Zeugen hatten ausgesagt, dass ein Hubschrauber eine Bombe mit Chlorgas abgeworfen habe. Die Bombe sei nicht explodiert, ein Teil des Gases sei jedoch ausgeströmt.

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