03.03.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Syrien-Friedensgespräche in Genf vor Vertagung: Nicht im selben Saal

Genf/Moskau. Bei den Syrien-Friedensgesprächen in Genf hat sich nach acht Tagen zäher Verhandlungen am Freitag ein Minimalkonsens abgezeichnet. Obwohl Regierung und Opposition nicht ein einziges Mal direkt zusammenkamen und überhaupt nicht inhaltlich über die drängendsten Probleme verhandelt wurde, einigten sich beide Seiten dem Vernehmen nach wenigstens auf das Prozedere für die nächste Runde: Es sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, wie der Vertreter der Opposition, Dschihad Makdissi, am Freitag in Genf sagte. Die Vereinten Nationen haben inhaltlich klare Ziele vorgegeben: Beide Seiten sollen mit UN-Vermittler Staffan de Mistura sich auf eine Regierung der Einheit, eine neue Verfassung und Neuwahlen verständigen. Regierungsvertreter bestanden darauf, dass auch über Terrorismus geredet werde. Bei früheren Gesprächsrunden waren beide Seiten über Forderungen nach einem Waffenstillstand und der Freilassung von Gefangenen nicht hinausgekommen. Eine brüchige Waffenruhe gilt inzwischen. Nach Angaben von Makdissi könnte die neue Runde bereits im März beginnen.

von Agentur DPAProfil

Unterdessen berichtete das russische Verteidigungsministerium von neuen Erfolgen der Regierungstruppen gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS). Sie kontrollierten das Zentrum der Oasenstadt Palmyra und kämpften östlich von Palmyra weiter. Die russische Luftwaffe habe eine entscheidende Rolle bei der Rückeroberung gespielt, sagte Sergej Rudskoj vom Generalstab.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.