23.02.2018 - 22:20 Uhr
Deutschland & Welt

Syrische Regierungstruppen schießen auf Ost-Ghuta Weitere Angriffe

Damaskus/Berlin. Die syrischen Regierungstruppen haben ihre heftigen Angriffe auf das belagerte Rebellengebiet Ost-Ghuta den sechsten Tag in Folge fortgesetzt. Bei Bombardierungen aus der Luft und Beschuss mit Artillerie seien mindestens neun Zivilisten getötet worden, meldete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag. Es wurde laut Diplomaten erwartet, dass der UN-Sicherheitsrat in New York noch an diesem Freitag in einer weiteren Sondersitzung über Syrien abstimmen könnte. Am Donnerstag war eine Sondersitzung ohne Einigung über eine Waffenruhe zu Ende gegangen. Das hatte scharfe Kritik ausgelöst. Die belagerte Region nahe der Hauptstadt Damaskus erlebt die schlimmste Angriffswelle seit Beginn des Bürgerkriegs vor fast sieben Jahren. Seit Sonntagabend wurden mehr als 430 Zivilisten getötet, darunter fast 100 Kinder, wie die Beobachtungsstelle weiter meldete. Mehr als 2200 Menschen seien verletzt worden.

von Agentur DPAProfil

Eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zum Syrien-Konflikt war am Donnerstag in New York ohne Einigung über eine Waffenruhe zu Ende gegangen. Diplomaten zufolge sollte es nach weiteren Beratungen aber am späten Freitagabend unserer Zeit zu einer Abstimmung kommen. Schweden und Kuwait hatten einen Resolutionsentwurf in Umlauf gebracht, der eine 30 Tage lange Feuerpause sowie Zugang für humanitäre Helfer vorsieht.

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