29.01.2018 - 21:54 Uhr
Deutschland & Welt

Terrormiliz IS stürmt Militärstandort in Kabul 15 Tote bei IS-Angriff

Kabul. Bei dem vierten blutigen Angriff von Islamisten auf die afghanische Hauptstadt Kabul im Januar sind mindestens 15 Menschen getötet worden. Gegen fünf Uhr morgens waren im Schutz der Dunkelheit fünf schwer bewaffnete Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in ein afghanisches Militärcamp im Westen der Stadt eingedrungen.

von Agentur DPAProfil

Die Männer sollen Nachtsichtgeräte getragen haben. Sie überraschten das Lager wohl im Schlaf - erst nach rund fünf Stunden endete der Angriff mit dem Tod von elf Soldaten und dem von vier der fünf Angreifer. Zwei hätten sich in die Luft gesprengt, zwei seien erschossen und einer festgenommen worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Daulat Wasiri, am Montag. 16 Soldaten seien verletzt worden.

Der Angriff galt Wasiri zufolge einem Stützpunkt der 111. Brigade in der Nähe der Marschall-Fahim-Militärakademie. Er widersprach Meldungen, dass die Universität selbst angegriffen worden sei. Das hatten zuvor unter anderem der Präsidentenpalast und afghanische Medien berichtet. IS reklamierte den Überfall über sein Sprachrohr Amak für sich. Die Terrormiliz war in Afghanistan erst Anfang 2015 aufgetaucht, und die USA und die afghanische Regierung bekämpfen ihn seitdem. 2017 hatte es in Kabul 16 IS-Anschläge mit mehr als 270 Toten gegeben.

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