Terrormiliz verliert an Boden
In Al-Rakka kapitulieren IS-Kämpfer

Al-Rakka. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) steht vor dem Verlust der Stadt Al-Rakka in Nordsyrien. Nachdem sich in den vergangenen Tagen Hunderte ihrer Kämpfer bei ergeben hatten, kontrollierten am Sonntag noch rund 150 Dschihadisten ein Gebiet im belagerten Zentrum der Stadt. Dies berichteten die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die in Al-Rakka gegen die Extremisten kämpfen. Im Rahmen eines Abkommens örtlicher Stämme mit den Dschihadisten konnten mehr als 3000 Zivilisten aus der Stadt fliehen.

Den SDF zufolge ergaben sich 275 syrische IS-Kämpfer, nachdem die Einigung für einen friedlichen Abzug für sie und ihre Familien erzielt worden war. Das von der kurdischen Miliz YPG geführte Bündnis wird von Luftangriffen der US-geführten Internationalen Koalition sowie durch Spezialeinheiten am Boden unterstützt.

Die noch in Al-Rakka verbliebenen IS-Mitglieder sollen vor allem aus dem Ausland stammen. Mit dem bevorstehenden Fall von Al-Rakka verliert der IS, der die Stadt 2014 erobert hatte, nach Mossul im Nordirak ihre wichtigste Hochburg. Der IS hatte in den vergangenen Monaten bereits die wichtigsten Teile seines Herrschaftsgebietes in Syrien und im Irak verloren.
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