28.07.2017 - 21:06 Uhr
Deutschland & Welt

Tote bei Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Sicherheitskräften Zugang erneut beschränkt

Jerusalem. Die israelische Polizei hat aus Sorge vor neuer Gewalt erneut den Zugang für Muslime zum Tempelberg beschränkt. Nur Männer über 50 und Frauen durften am Freitag die heilige Stätte betreten. Rund 10 000 Menschen kamen nach Schätzungen auf den Tempelberg. Bei einer Konfrontation mit israelischen Sicherheitskräften wurden später einige Palästinenser durch Tränengas verletzt, wie der Rettungsdienst Roter Halbmond mitteilte. Am Abend wurde die Altersbeschränkung für den Zugang zum Tempelberg dann wieder aufgehoben.

Palästinenser beten am Freitag vor der Jerusalemer Altstadt. Bild: Mahmoud Illean/AP/dpa
von Agentur DPAProfil

Am Nachmittag erschossen israelische Soldaten laut Armee einen palästinensischen Attentäter südwestlich von Bethlehem. Am Rande des Gazastreifens wurde nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums ein Jugendlicher von israelischer Soldaten erschossen. Bei den Konfrontationen seien zudem sechs Palästinenser verletzt worden. Eine Sprecherin der israelischen Armee sagte, Palästinenser hätten versucht, den Sicherheitszaun zu Israel zu beschädigen. Israel hatte nach einem tödlichen Anschlag am 14. Juli am Tempelberg zeitweise zusätzliche Sicherheitskontrollen für Muslime eingeführt. Bei anschließenden Unruhen starben vier Palästinenser. Aufgrund der Proteste hatte Israel am Donnerstag die letzten Sicherheitsvorrichtungen am Tempelberg wieder abgebaut. Die Palästinenser werfen Israel vor, es wolle mehr Einfluss über die Anlage erlangen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.