Transport auf dem Neckar unter Polizeischutz
Erneut Atommüll per Schiff unterwegs

Das Spezialschiff mit radioaktivem Atommüll wird von kleinen Polizeibooten begleitet. Der Energieversorger EnBW lässt mit dem Spezialschiff ausgediente Brennelemente vom stillgelegten Kraftwerk Obrigheim in das Zwischenlager Neckarwestheim bringen. Bild: Uwe Anspach/dpa

Obrigheim. Der zweite Transport von Atommüll auf einem Fluss in Deutschland ist am Mittwoch nach rund zehneinhalb Stunden zu Ende gegangen. Das Spezialschiff mit drei Castor-Behältern hatte am Morgen am stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim abgelegt und am Nachmittag in Neckarwestheim angelegt. Es wurde erwartet, dass die Container zeitnah von Bord in das Zwischenlager gebracht werden. Auf der rund 50 Kilometer langen Strecke hatten einige Dutzend Aktivisten friedlich gegen den bundesweit den Transport protestiert. Die Polizei bewachte den Transport unter anderem mit Booten, einem Hubschrauber und Beamten am Ufer.

Der erste Castor-Transport auf dem Neckar war Ende Juni erfolgt. Insgesamt plant der Energieversorger EnBW fünf Fahrten mit je drei Containern. Der Energieversorger hält die Beförderung per Schiff für eine sichere Lösung. Der Transport des Atommülls nach Neckarwestheim mache den Bau eines Zwischenlagers in Obrigheim überflüssig. In den Castoren befindet sich Berichten zufolge auch Plutonium. Ein Behälter wiegt beladen 107 Tonnen.
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