03.08.2017 - 21:42 Uhr
Deutschland & Welt

Trauerfeier in Fritzlar Rosen und Tränen für tote Soldaten

Mit einer bewegenden Zeremonie hat sich die nordhessische Stadt Fritzlar von ihren beiden in Mali getöteten Soldaten verabschiedet. Auch die Verteidigungsministerin gedachte der Toten.

Mit einer ökumenischen Trauerfeier im St.-Petri-Dom zu Fritzlar haben Staat und Kirchen von den beiden in Mali ums Leben gekommenen Soldaten Abschied genommen. Bild: Swen Pförtner/dpa
von Agentur DPAProfil

Fritzlar. Bei einer Trauerfeier im nordhessischen Fritzlar haben rund 1000 Menschen der beiden bei einem Hubschrauberabsturz in Mali umgekommenen Soldaten gedacht. Die Zeremonie fand am Donnerstag in der Domstadt unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Zur noch ungeklärten Absturzursache sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nichts. Sie bezeichnete die beiden umgekommenen Piloten aber als "Könner ihres Fachs". "Wir verneigen uns vor diesem höchsten Opfer, das sie im Namen der Bundesrepublik Deutschland erbracht haben", erklärte sie.

Der 33-jährige Major und der 47-jährige Stabshauptmann aus Nordhessen waren am Mittwoch vor einer Woche im westafrikanischen Mali ums Leben gekommen. Ihre Särge wurden nach Deutschland überführt und am Donnerstag, begleitet von einer Totenwache der Bundeswehr, in den Fritzlarer Dom Sankt Peter gebracht. Am Mittag nahmen zunächst nur die Angehörigen in der Kirche Abschied.

Danach begann die Trauerfeier im Kreis der Familie und engsten Freunde, von Vertretern der Bundeswehr sowie der Politik. Darunter waren auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker. Trauergäste legten Rosen nieder, die Angehörigen standen Arm in Arm an den Särgen. Vor der Kirche verfolgten Fritzlarer und zahlreiche Soldaten die Zeremonie auf einer Leinwand.

Verteidigungsministerin von der Leyen bezeichnete die umgekommenen Soldaten als "hoch dekoriert" und einsatzerfahren. Der Stabshauptmann habe den Flugbetrieb des Kampfhubschraubers Tiger in Fritzlar mit aufgebaut und sei einer der ersten sechs ausgebildeten Tiger-Piloten seines Regiments gewesen.

Auch Volker Bauersachs, Kommandeur des Regiments, zu dem die Soldaten gehören, erklärte: "Wenn diese Besatzung den Absturz nicht abwenden konnte, dann hätte es keiner vermocht." Nach der Trauerfeier wurden die Särge aus dem Dom gebracht. Wann und wo sie bestattet werden, gab die Bundeswehr nicht bekannt.

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