Treffen der Geheimdienstchefs soll Türkei besänftigen
Nicht akzeptabel

Die mutmaßliche Spionage des Bundesnachrichtendienstes (BND) in der Türkei soll nach Angaben aus Ankara bei einem Treffen der Chefs der Nachrichtendienste beider Länder aufgearbeitet werden.

"Wir sind übereingekommen, dass der Chef des deutschen Nachrichtendienstes und der Chef unseres Geheimdienstes in kürzester Zeit zusammenkommen und sich eingehend mit den Behauptungen auseinandersetzen", sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu nach einem Telefonat mit seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Montagabend.

Ein Sprecher des deutschen Auslandsnachrichtendienstes BND sagte, zu Dienstreisen von Präsident Gerhard Schindler nehme man grundsätzlich keine Stellung. Aus der Behörde wurde auf Aussagen der stellvertretenden Regierungssprecherin Christiane Wirtz hingewiesen, die am Vortag gesagt hatte, die Bundesregierung sei gesprächsbereit, wenn dies notwendig sei. Davutoglu sagte, sein Land werde die Lage bewerten, wenn der Bericht der Geheimdienstchefs vorliege. Er habe in dem Telefonat mit Steinmeier bekräftigt, dass ein solches Vorgehen zwischen verbündeten Ländern nicht akzeptabel sei.
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