30.06.2017 - 21:46 Uhr
Deutschland & Welt

Trumps Twitter-Schähung Moderatorin wehrt sich

Washington. Die amerikanische Moderatorin Mika Brzezinski hat sich gegen eine Beleidigung durch US-Präsident Donald Trump gewehrt und Zweifel an seiner Qualifikation für das Amt geäußert. "Er scheint ein fragiles, ungeduldiges, kindliches Ego zu haben, das wir wieder und wieder sehen konnten, besonders wenn es um Frauen geht", sagte sie am Freitagmorgen in der Show "Morning Joe", die sie gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Joe Scarborough im Sender MSNBC moderiert. Es sei alarmierend, dass der Präsident so schnell aus der Fassung gerate, fügte die 50-Jährige hinzu.

Die Fernsehmoderatorin Mika Brzezinski und Tochter des verstorbenen Sicherheitsberaters Zbigniew Brzezinski erfuhr viel Unterstützung angesichts der Schmähung durch Donald Trump. Bild: Evan Agostini
von Agentur DPAProfil

"Das Weiße Haus behauptet, wir würden ihn angreifen", sagte Brzezinski. Das stimme nicht. "Wir berichten über seine Lügen. Wir sind verärgert, wenn er nicht die Wahrheit sagt, wenn er Menschen schikaniert." Trump hatte am Donnerstag getwittert, Brzezinski habe ihn in seinem Anwesen in Mar-a-Lago unbedingt sehen wollen, obwohl sie nach einer Lifting-Operation im Gesicht stark geblutet habe. Er beschrieb sie als "verrückte Mika" mit niedrigem IQ, ihren Partner Scarborough nannte der Präsident einen "Psychopathen".

Die Moderatoren verschoben einen Urlaub, um am Freitagmorgen auf Trumps Angriff reagieren zu können. Scarborough sagte, Trump sei "sehr viel grausamer" zu Frauen als zu Männern. "Er greift Frauen an, weil er Angst vor Frauen hat." Das Paar bezichtigte Trump zudem der Lüge. Es stimme nicht, dass Brzezinski wegen eines Face-Lifts geblutet habe. Sie habe "ein wenig Haut" unter dem Kinn straffen lassen.

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