29.01.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Türkische Nato-Soldaten wollen nicht in Heimat zurück Asyl in Deutschland?

Berlin/Athen. Kurz vor der Türkei-Reise von Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag gibt es Berichte, dass etwa 40 in Nato-Einrichtungen stationierte türkische Soldaten in Deutschland Asyl beantragt haben. Dabei handelt es sich nach Informationen des "Spiegel" und des ARD-Magazins "Report Mainz" größtenteils um ranghohe Militärs. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sowie das Bundesinnenministerium betonten dem "Spiegel" zufolge, der Fall der Offiziere werde behandelt wie andere Asylfälle auch.

von Agentur DPAProfil

Zwei der Offiziere beteuerten im "Spiegel" und im "Report Mainz", sie hätten mit dem Putschversuch nichts zu tun. In der Türkei drohe ihnen dennoch die Verhaftung und womöglich Folter. Die Soldaten beschuldigen demnach Präsident Recep Tayyip Erdogan, prowestliche und säkulare Haltungen von Türken im Militär systematisch abzustrafen.

"Es gibt keinen Zweifel, dass wir diese Soldaten nicht in die Türkei zurückschicken können", zitiert der "Spiegel" den CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer. "Sie würden dort sofort im Gefängnis landen." Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), sagte: "Das Asylverfahren ist rein rechtlich, politische Erwägungen dürfen dabei keine Rolle spielen und werden es auch nicht."

Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos geht davon aus, dass die Zahl der türkischen Offiziere, die in Europa Asyl beantragt haben, sogar bei über 400 liegt.

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