03.02.2017 - 15:30 Uhr
Deutschland & Welt

Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte: Mehr Attacken in Bayern

Berlin/München. (epd/dpa) Die Zahl der Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte ist gesunken, aber nach wie vor hoch: Das Bundesinnenministerium bestätigte am Freitag einen Bericht des Evangelischen Pressedienstes (epd), wonach das Bundeskriminalamt nach vorläufigen Zahlen 2016 insgesamt 970 Straftaten gegen Asylbewerberunterkünfte erfasst hat. Zudem meldeten die Bundesländer 2396 Straftaten gegen Flüchtlinge außerhalb der Unterkünfte.

von Agentur DPAProfil

2015, im Jahr mit dem größten Andrang von Flüchtlingen, wurden 1031 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte erfasst. Rund ein Zehntel davon waren Brandstiftungen, die vielerorts Schlagzeilen machten. Straftaten gegen Flüchtlinge werden erst seit Beginn vergangenen Jahres gesondert erfasst, weshalb zu den rund 2400 für 2016 gemeldeten Fällen keine Vergleichszahlen zu früheren Zeiträumen vorliegen.

Die Zahl der Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Bayern ist 2016 hingegen gestiegen. Nach 78 Attacken im Jahre 2015 wurden im Freistaat im vergangenen Jahr 94 Fälle registriert. Das teilte SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher unter Berufung auf Zahlen des bayerischen Innenministeriums mit. 2014 waren es 25 Fälle. Rinderspacher sprach von einem "besorgniserregenden" Trend. Die Straftaten reichten von Volksverhetzung, Beleidigung, Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung bis hin zur Brandstiftung.

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