UN auf griechischen Inseln im Einsatz
Flüchtlinge wegen Wintereinbruch evakuiert

Genf/Athen. (epd) Wegen des eisigen Wetters evakuieren die Vereinten Nationen besonders schutzbedürftige Flüchtlinge und Migranten von den griechischen Inseln auf das Festland. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR bringe Schwangere und Kinder aus den kaum beheizten Lagern in Übergangswohnungen und Hotels.

"Lager auf Inseln wie Lesbos, Samos und Chios sind dreifach überbelegt, rund 10 000 Menschen harren in den Camps aus", erklärte Sprecher Roland Schönbauer. Es fehle an Sanitäranlagen und Betten. Viele Flüchtlinge müssten auf dem eiskalten Boden schlafen. Temperaturen um den Gefrierpunkt, Schnee und Winde machten ihnen zu schaffen. EU-Staaten hätten Griechenland die Aufnahme von mehr als 66 000 Asylsuchenden zugesagt. Bislang seien aber erst 7800 dorthin gebracht worden. Auch in Belgrad schliefen 2000 junge Menschen bei Temperaturen bis minus 20 Grad in verlassenen Gebäuden. Serbische Behörden hätten die humanitäre Hilfe stark eingeschränkt.
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