20.06.2017 - 21:08 Uhr
Deutschland & Welt

UN fehlt Geld: Weniger Hilfe für Hungernde

Maiduguri. Die Vereinten Nationen müssen wegen fehlender Hilfsgelder die Unterstützung für 400 000 vom Hunger betroffene Menschen im Nordosten von Nigeria einstellen. Im April sei in der Region noch 2,3 Millionen Menschen geholfen worden, jetzt nur noch 1,9 Millionen. Nach UN-Angaben sind dort 50 000 Menschen vom Hungertod bedroht, rund 1,5 Millionen befinden sich in einer kritischen Lage. "Mit gemeinsamer Anstrengung können wir eine Hungersnot noch verhindern", sagte UN-Hilfskoordinator für Nigeria, Peter Lundberg.

von Agentur DPAProfil

Fast eine halbe Million Kinder werde 2017 an akuter Mangelernährung leiden. "Das Immunsystem der Kinder bricht zusammen, dann sterben sie in Folge gewöhnlicher Krankheiten." "Wir bemühen uns verzweifelt um zusätzliche Mittel", sagte Lundberg. Die größten Geber sind bislang die USA, die EU, Deutschland und Schweden. Experten warnen, dass sich die Krise wegen der fehlenden Mittel weiter zuspitzen könnte - wodurch der Hilfseinsatz im nächsten Jahr noch kostspieliger werde.

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