11.02.2018 - 22:26 Uhr
Deutschland & Welt

Unruhe in der CDU Rufe nach Verjüngung

Berlin. Vor einer möglichen Neuauflage der Großen Koalition werden in der CDU Forderungen nach einer Verjüngung des künftigen Kabinetts lauter. Vor allem nachrückende Politiker verlangen, ihre Generation stärker zum Zuge kommen zu lassen - auch um eine personelle Perspektive für die Zeit nach Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel zu entwickeln.

von Agentur DPAProfil

Die Junge Union (JU) forderte am Wochenende zudem die CDU-Führung auf, bis zum Bundesparteitag Ende Februar zu sagen, wer Minister im Kabinett Merkel werden soll. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sagte am Sonntag im Deutschlandfunk, wenn es schon in den führenden Rollen eine "Personenidentität" gebe, brauche man, um nach außen einen Aufbruch darzustellen, neue Leute im Kabinett. Sein Ziel sei es, "dass es eine weitere Verjüngung gibt". Merkel habe die Chance, bei der Kabinettsbildung "für neue Gesichter zu sorgen".

Der JU-Vorsitzende Paul Ziemiak mahnte in der "Bild am Sonntag", es gehe bei der Besetzung des Kabinetts auch um die Zukunft der CDU als Volkspartei. "Ich sehe in dem bislang bekannt gewordenen Tableau keine echte Erneuerung für die CDU." Ziemiak forderte: "Die Kanzlerin sollte den Mut haben, auch kritische Leute zu Ministern zu machen." Klarheit über die Personalfragen müsse bis zum Sonderparteitag bestehen. "Es müssen Namen genannt werden. Nur so kann die Partei am 26. Februar guten Gewissens der Koalition zustimmen."

An fähigen Nachwuchskräften mangelt es der CDU nach Einschätzung von Präsidiumsmitglied Jens Spahn nicht: Die Partei habe "überall gute Leute", sagte er der österreichischen Zeitung "Presse am Sonntag". Er nannte unter anderem Ziemiak, Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner.

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