18.04.2018 - 16:54 Uhr
Deutschland & Welt

Urnengang am 24. Juni Erdogan will Wahlen vorziehen

Istanbul. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will die für November 2019 geplanten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen auf den 24. Juni 2018 vorziehen. Das erklärte er am Mittwoch in Ankara. Erdogan nannte als Gründe unter anderem die Situation in den Nachbarländern Irak und Syrien, sowie die Notwendigkeit, wirtschaftspolitische Entscheidungen zu treffen. Sollte der Ausnahmezustand im Land wie erwartet am Mittwoch um weitere drei Monate verlängert werden, würden die Wahlen damit im Notstand, bei dem die Grundrechte eingeschänkt sind, abgehalten werden.

Recep Tayyip Erdogan, Staatspräsident der Türkei. Bild: Presidency Press Service/dpa
von Agentur DPAProfil

Unterdessen ist gegen einen weiteren deutschen Staatsbürger ist in der Türkei Haftbefehl erlassen worden. Adil Demirci sei in Istanbul in Untersuchungshaft genommen worden, sagte seine Anwältin Gülhan Kaya. Demirci besitze sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsbürgerschaft. Kaya sagte, Demirci werde vorgeworfen, Mitglied der Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei (MLKP) zu sein und Propaganda für diese betrieben zu haben. Die MLKP gilt in der Türkei als Terrororganisation.

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