Urteil: Spanien hat Terroristen misshandelt

Straßburg. Spanische Sicherheitskräfte haben nach Überzeugung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zwei Terroristen der baskischen Untergrundorganisation ETA unmenschlich behandelt. Der Staat muss den beiden Männern nun zusammen 50 000 Euro Entschädigung zahlen, wie aus einem Urteil vom Dienstag hervorgeht. Die Kläger sitzen im Gefängnis. Sie sind wegen eines Autobombenanschlags am Madrider Flughafen Barajas im Jahr 2006 verurteilt, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen. Bei ihrer Festnahme 2008 durch die Anti-Terror-Einheit der spanischen Zivilgarde seien sie getreten und geschlagen worden, machten die Kläger vor dem Straßburger Gericht geltend. Auch in der Untersuchungshaft habe es Misshandlungen gegeben. Beide Kläger mussten im Krankenhaus behandelt werden.

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