03.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

US-Amerikaner stirbt im Autowrack Auf die Gegenfahrbahn geraten

Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass der US-Amerikaner, ersten Erkenntnissen nach, noch beim Aufprall starb. Bild: gf
von Redaktion OnetzProfil

Ensdorf. (san) Ein schrecklicher Unfall hat heute gegen 10 Uhr auf der Vilstalstraße bei Ensdorf ein Menschenleben gefordert. Ein 32-jähriger US-Amerikaner kam aus bislang ungeklärter Ursache in einer langgezogenen Kurve auf der Vilsbrücke auf die Gegenfahrbahn und krachte frontal in einen Lastwagen. Der Autofahrer war auf der Stelle tot. Der 50-Jährige im Lkw kam mit einem Schock und Prellungen ins Klinikum.

Den Rettungskräften bot sich ein grauenvolles Bild: Ein total demoliertes Fahrzeug – lediglich dessen Heck ließ erahnen, dass es ein BMW war –, massenhaft Trümmerteile auf einer Strecke von mehr als 100 Metern verstreut. Für den Mann im 3er BMW konnten die Retter nichts mehr tun, er war auf der Stelle tot. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der aus Richtung Schmidmühlen kommende US-Amerikaner in einer langgezogenen Kurve auf der Brücke über der Vils, rund 300 Meter vor der nördlichen Einfahrt nach Ensdorf, auf die Gegenfahrbahn geraten.

Der aus Richtung Amberg kommende Lkw-Fahrer versuchte noch, so weit wie möglich nach rechts auszuweichen, hatte aber keine Chance, den Zusammenstoß zu verhindern – der BMW krachte frontal in den 7,5-Tonner. Der 50-jährige Lastwagenfahrer erlitt einen Schock, das Rote Kreuz, das mit zwei Rettungswagen (einer aus Amberg und einer aus Schwandorf) sowie einem Notarzt vor Ort war, brachte den Mann ins Amberger Klinikum. Der Lkw-Fahrer hat sich nach Auskunft von Dieter Honig, Einsatzleiter Rettungsdienst, auch Prellungen zugezogen.

Da der BMW auf einen Angehörigen der US-Truppen zugelassen war, kam die Militärpolizei an die Unfallstelle. Sie versuchte, die Identität des Verstorbenen zu klären – nach bisherigem Stand der Ermittlungen handelt es sich um einen 32-jährigen, verheirateten US-Soldaten.

Die Feuerwehren aus Ensdorf, Vilshofen und Ebermannsdorf waren mit 25 Einsatzkräften ausgerückt. Später kam noch Kreisbrandinspektor Hubert Blödt an die Unfallstelle. Wie er erklärte, hatten die Aktiven in einer ersten Maßnahme die auslaufenden Betriebsstoffe des Lkw gebunden und die Wasser-Abläufe der Brücke abgedichtet. Da der Lkw niederschwelliges Gefahrgut (getränkte Lappen, Reste von Waschbenzin und Frostschutzmittel) aus einem Amberger Entsorgungsbetrieb geladen hatte, wurde der Gefahrgut-Trupp der Verkehrspolizei verständigt, um die einzelnen Stoffe genau zu bestimmen. Die Staatsstraße war bis in den Nachmittag hinein gesperrt, die Umleitung erfolgte durch den Ortskern von Ensdorf.

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