US-Geheimdienste sehen russischen Präsidenten involviert
Knüpft Putin die Netz-Attacke?

Washington. Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Einschätzung der US-Geheimdienste eine Kampagne angeordnet, um den Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahl zu beeinflussen. Zu dieser Einschätzung kommen CIA, FBI und NSA in einem Bericht, der am Freitag veröffentlicht wurde.

Russland habe das Ziel verfolgt, den Glauben der Öffentlichkeit in den demokratischen Prozess der USA zu untergraben, die demokratische Kandidatin Hillary Clinton zu verunglimpfen und ihre Chancen auf einen Wahlsieg zu schmälern, heißt es darin. Die Regierung des scheidenden Präsidenten Barack Obama macht Moskau für Hackerattacken auf Computer der Demokraten verantwortlich. Der nationale Geheimdienstdirektor James Clapper hatte schon am Donnerstag durchblicken lassen, dass er Putin persönlich für den Urheber der Angriffe hält. Clapper sowie NSA-Chef Michael Rogers waren am Donnerstag in Washington einem Ausschuss des US-Senats Rede und Antwort gestanden. Auf die Frage, ob die "höchsten Ränge" in Moskau in die Angriffe involviert gewesen seien, sagte Clapper: "Das ist das, was wir gesagt haben." Auf die Nachfrage, wer die "höchsten Ränge" seien, antwortete Clapper: "Der höchstrangige ist Präsident Putin." Der Kreml wies die Vorwürfe zurück. Der künftige US-Präsident Donald Trump zweifelte die Geheimdiensterkenntnisse in den vergangenen Tagen wiederholt an. Trump wollte sich im Laufe des Freitags mit Vertretern der Geheimdienste treffen. Auf einen Kandidaten für Clappers Nachfolge soll er sich bereits festgelegt haben.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks, die einen Teil der fraglichen Informationen öffentlich gemacht hatte, bestritt eine Beteiligung staatlicher russischer Stellen.
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