Verstimmung wegen amerikanischer Israel-Kritik
Rüge aus London

London/Washington. Großbritannien und die USA rühmen sich gerne, eine "besondere Beziehung" zu führen. Doch derzeit knirscht es etwas. Die britische Premierministerin rügte den scheidenden US-Außenminister John Kerry öffentlich für seine Kritik an Israel. Washington reagierte verschnupft. "Wir sind überrascht über das Statement der britischen Premierministerin", teilte das Ministeriums am Freitag mit.

Zu Kerrys Rede ließ Theresa May mitteilen, es sei "nicht angemessen, die Zusammensetzung der demokratisch gewählten Regierung eines Verbündeten anzugreifen". Damit liegt sie auf Donald Trumps Linie.

Kerry hatte die israelische Siedlungspolitik kritisiert. Die Koalition unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sei "die am stärksten rechtsgerichtete Regierung in der Geschichte des Landes", sie schaffe Tatsachen für eine Einstaatenlösung. Das Ministerium verteidigte Kerry. Man sei dankbar für die deutliche Unterstützung aus aller Welt, wie aus Frankreich, Deutschland und Kanada, hieß es in der Mitteilung.
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