21.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Versuchte Tötung von Militärchef, Teile des Kabinetts für Sturz von Hamas Israel leitet neue Phase ein

Nach dem Scheitern von Waffenruhe-Gesprächen in Kairo fließt im Gaza-Konflikt wieder Blut. Israel bestätigte am Mittwoch den Versuch einer gezielten Tötung des einflussreichen Militärchefs der im Gazastreifen herrschenden Hamas.

von Agentur DPAProfil

Nach Angaben der radikal-islamischen Palästinenserorganisation kamen bei dem Luftangriff auf ein Haus in Gaza am Dienstagabend die Ehefrau und der kleine Sohn von Mohammed Deif ums Leben. Deifs Schicksal selbst war unklar. Bei einem weiteren Luftangriff wurden acht Mitglieder einer palästinensischen Familie getötet. Militante Palästinenser feuerten rund 140 Raketen auf Israel ab. Binnen Stunden wurden bei israelischen Angriffen insgesamt 19 Palästinenser getötet und 120 getötet, wie das Gesundheitsministerium in Gaza am Mittwoch mitteilte.

Mohammed Deif gilt in Gaza als einer der wichtigsten Drahtzieher, er hat schon mehrere versuchte Tötungen durch Israel überlebt. Israel wirft ihm vor, er dirigiere den Gaza-Krieg aus dem Untergrund. Nach dem Angriff feuerten Anhänger des militärischen Hamas-Arms, der Al-Kassam-Brigaden, Dutzende Raketen in Richtung Tel Aviv. Israel hatte in der Vergangenheit immer wieder politische und militärische Führer der Hamas gezielt getötet. Das Sicherheitskabinett tagte am Mittwoch in Tel Aviv, um über das weitere Vorgehen im Gaza-Konflikt zu entscheiden. Rechtsorientierte Minister fordern einen Sturz der Hamas im Gazastreifen. Die Armee habe 2000 Reservisten wieder einberufen, die bereits freigestellt worden waren, bestätigte eine Militärsprecherin.

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