05.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Vertrauter von IS-Anführer im Irak getötet Luftschlag gegen Top-Terroristen

Bei einem Luftangriff im Nordirak ist ein enger Vertrauter des Top-Terroristen Abu Bakr al-Bagdadi getötet worden. Der Mann mit dem Kampfnamen Abu Hadschir al-Suri sei rechte Hand von Al-Bagdadi gewesen, dem Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), berichtete die Nachrichtenseite Shafaaq News unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Er sei in der Stadt Mossul rund 400 Kilometer nördlich von Bagdad getroffen worden.

von Agentur DPAProfil

Insgesamt seien bei dem Angriff 50 IS-Kämpfer gestorben. Die Terrormiliz stürmte unterdessen im Norden des Iraks ein Dorf und verschleppte mindestens 50 Männer. Die Entführten aus Tel Ali westlich der Stadt Kirkuk seien an einen unbekannten Ort gebracht worden, meldeten irakische Medien. Nach Angaben der Nachrichtenseite Al-Mada war die Entführung ein Racheakt, nachdem Bewohner des Dorfes eine Fahne des Islamischen Staates verbrannt hatten.

Die humanitäre Lage in der befreiten Stadt Amerli rund 180 Kilometer nördlich von Bagdad ist weiter kritisch. Die Bevölkerung baruche dringend Hilfe. Amerli war mehr als zwei Monate von IS-Kämpfern eingeschlossen. Am vergangenen Wochenende gelang es der Armee und kurdischen Einheiten, die Blockade zu durchbrechen. Laut Schätzungen von Unicef waren in der Stadt allein 3000 Kinder eingeschlossen.

Botschaft von Al-Kaida

Unterdessen hat Al-Kaida-Chef Eiman al-Sawahiri die Gründung eines neuen Ablegers des Terrornetzwerkes in Südasien angekündigt. Al-Kaida werde alles tun, um die Muslime dort von Unrecht und Unterdrückung zu befreien, erklärte Al-Sawahiri, der Nachfolger von Osama bin Laden, in einer Videobotschaft. Terrorexperten sehen darin den Versuch, wieder ins Blickfeld zu gelangen, nachdem die Terrormiliz Islamischer Staat Al-Kaida zuletzt überschattete. Indien sei angesichts der Bedrohung besorgt und wachsam, erklärte das Innenministerium am Donnerstag in Neu-Delhi.

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