Wahl-O-Mat gestartet
Wen soll ich wählen?

Der Wahlkampf wird emotionaler. Karikatur: Tomicek

Berlin. Gut dreieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl ist der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) online gegangen. Wahlberechtigte können über die App ihre politischen Haltungen anhand von 38 Thesen mit denen der Parteien vergleichen. Themen sind etwa die Diesel-Steuer, Videoüberwachung und Fake-News.

"Der Wahl-O-Mat ist mittlerweile zum demokratischen Volkssport geworden", sagte Bundeszentrale-Präsident Thomas Krüger bei der Vorstellung des Wahl-O-Maten am Mittwoch. 13,3 Millionen Menschen hätten 2013 teilgenommen. Durchschnittlich sechs Prozent derjenigen, die nicht zur Wahl gegangen wären, ließen sich so dazu animieren.

Nahezu alle 33 Parteien haben ihre Positionen zu Themenkomplexen an die Bundeszentrale übermittelt. "Mit einer Ausnahme, nämlich der Magdeburger Gartenpartei", sagte Krüger. Ein Team aus 26 Jungwählern legte die endgültigen Themen fest. Die App war erstmals 2002 eingesetzt worden, sie wird von Politikwissenschaftlern betreut.

Zudem schickt Privatsender RTL das "Wahl-Navi" ins Rennen. Auf dem Online-Fragebogen kann der Wähler Stellung zu 30 Thesen beziehen, teilte der Privatsender mit. Das "Wahl-Navi" fragt auch nach der Kompetenz führender Politiker.

Die Wahl-Apps im Netz: www.wahl-o-mat.de www.wahlnavi.de

Kommentar von Jürgen Herda
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