06.04.2018 - 15:52 Uhr
Deutschland & Welt

Weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Verdi erhöht Druck

Berlin. Die Bürger in weiten Teilen Deutschlands müssen sich in der kommenden Woche auf erhebliche Beeinträchtigungen im öffentlichen Dienst einstellen. Vor der wahrscheinlich entscheidenden Tarifrunde für die Beschäftigten von Bund und Kommunen am 15. und 16. April wollen die Gewerkschaften ab Dienstag ihre Warnstreiks ausweiten.

von Agentur DPAProfil

Verdi fordert für die 2,3 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt. Die Tarifverhandlungen hatten am 26. Februar begonnen. Seitdem haben die Gewerkschaften ihre Forderungen immer wieder mit Warnstreiks untermauert. Unter anderem sollen in Baden-Württemberg ab Dienstag nicht nur die Müllabfuhr, Kitas, Ämter und Kliniken bestreikt werden, sondern auch der öffentliche Nahverkehr. In Hessen könnte auch der Frankfurter Flughafen betroffen sein: Auf Nachfrage bezeichnete eine Verdi-Sprecherin einen Warnstreik dort als "wahrscheinlich". Der Verdi-Landesbezirk Bayern hatte bereits für Dienstag und Mittwoch zwei Großkundgebungen in München und Nürnberg mit angekündigt. Hauptverhandlungsführer für den Bund ist Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), für die Städte und Gemeinden ist es der Präsident der kommunalen Arbeitgebervereinigung VKA, Thomas Böhle. Für die Beschäftigten der Bundesländer gibt es gesonderte Tarifverhandlungen.

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