Zahlreiche Tote bei Anschlägen im Irak
Terror gegen Schiiten

Bagdad. Bei mehreren Terroranschlägen im Irak sind über den Jahreswechsel mindestens 37 Menschen getötet worden. Zunächst sprengten sich zwei Selbstmordattentäter in der Hauptstadt Bagdad in einem Einkaufsviertel in die Luft, wie das irakische Innenministerium mitteilte. Dabei starben mindestens 24 Zivilisten, 39 wurden verletzt. Der Doppelanschlag habe sich gezielt gegen Schiiten gerichtet, erklärte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Internet.

Die Sunnitenmiliz übernahm auch die Verantwortung für einen Angriff auf einen Kontrollpunkt von Sicherheitskräften nahe der Stadt Nadschaf. Dabei starben nach Angaben aus Polizeikreisen mindestens fünf Polizisten und drei Zivilisten. Zunächst schossen die Angreifer auf die Sicherheitskräfte, dann zündeten zwei Selbstmordattentäter Sprengstoffwesten. Die Schiiten werden vom IS als Abtrünnige angesehen. Nadschaf ist eine Pilgerstadt der Schiiten. Hier befindet sich die Grabmoschee des Imams Ali, des Schwiegersohns und Nachfolgers des Propheten Mohammed.

2016 gab es zahlreiche Anschläge im Irak, zu denen sich der Islamische Staat bekannte. Erst kurz vor dem Wochenende hatte die irakische Armee die nächste Phase im Kampf um die IS-Hochburg Mossul im Norden des Iraks angekündigt. Es gehe darum, die Stadtviertel östlich des Flusses Tigris von den Dschihadisten zu befreien, sagte der Kommandant der Kampagne, Abdul Amir Raschid.
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