Zuckerberg entschuldigt sich
EU-Kommissarin warnt vor Facebook als Plattform für Politmarketing

Berlin/Brüssel. EU-Kommissarin Vera Jourová hat in einem Brief an Facebook vor negativen Auswirkungen durch Datenmissbrauch auf demokratische Wahlen gewarnt. Das soziale Netzwerk sei seit vielen Jahren eine Plattform für Polit-Marketing, erklärt Jourová in dem Schreiben. "Die jüngsten Nachrichten deuten jedoch darauf hin, dass ein Mangel an Transparenz und der Missbrauch persönlicher Daten auch negative Auswirkungen auf die Qualität dieser Debatte und sogar auf unseren Wahlprozess haben könnte." Die offiziellen Äußerungen des Konzerns und des Chefs Mark Zuckerberg hätten ihre Bedenken nicht ausräumen können.

Zur Aufarbeitung des Skandals wollen Grünen-Politiker Vertreter von Facebook und Cambridge Analytica zu einer Anhörung im EU-Parlament einladen. Das teilte deutsche Abgeordnete Sven Giegold am Dienstag mit. Dabei solle auch der Einfluss der Datenaffäre auf das Ergebnis des Brexit-Referendums untersucht werden. Unterdessen hat sich Zuckerberg in Zeitungsanzeigen bei Nutzern in Deutschland entschuldigt.
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