31.03.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Abzug aus Kundus

von Alexander Pausch Kontakt Profil

Im Oktober 2013, zehn Jahre, nachdem die Bundeswehr im Oktober 2003 das von den USA ins Leben gerufene "Provincial Reconstruction Team" (PRT) im nordafghanischen Kundus übernommen hatte, verließen die letzten deutschen Soldaten das Feldlager - es waren Männer und Frauen der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" aus Amberg.

Der Einsatzverband war von Soldaten des Panzerbataillons 104 aus Pfreimd (Kreis Schwandorf ) und des Panzergrenadierbataillons 112 aus Regen gestellt worden. Geführt wurden das letzte Kontingent vom stellvertretenden Brigadekommandeur Oberst Jochen Schneider.

Noch vergangene Woche, beim Fest nach dem Rückkehrerappell der 10. Panzerdivision in Regen im Bayerischen Wald, hatten Soldaten darüber gesprochen, dass sie gerne sehen würden, wie es jetzt im ehemaligen deutschen Feldlager Kundus aussieht. Bereits in diesen Gesprächen am Donnerstagabend schwang Skepsis mit, ob die Einrichtungen lange Zeit in einem guten Zustand bleiben werden.

Dabei war das Feldlager eigens für die Bedürfnisse der Afghanen umgebaut worden. Durch eine Mauer für 350 000 Euro wurde der Bereich der afghanischen Armee und der Teil der afghanischen Bereitschaftspolizei (Ancop) abgetrennt.

Zudem waren beide Kasernen für 930 000 Euro an das öffentliche Stromnetz angeschlossen worden. Allein der Umbau des Bereiches für die afghanische Armee schlug mit 1,9 Millionen Euro zu Buche, weil unter anderem eine den afghanischen Bedürfnissen angepasste Küche gebaut worden war. (paa)

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/afghanistan

 

 

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