04.03.2018 - 22:16 Uhr
Deutschland & Welt

0:0 gegen Mainz wohl zu wenig für Klassenerhalt HSV auf Abschiedstour

Hamburg. Die Erstliga-Zeit des Hamburger SV geht zu Ende. Daran gibt es seit Samstag eigentlich kaum noch Zweifel. Nach dann nicht ganz 55 Jahren ohne eine einzige Unterbrechung wird der Bundesliga-Dino nun schon fast unvermeidlich erstmals den Gang in die 2. Liga antreten müssen. Fans, Spieler, Verantwortliche - sie alle wussten nach dem 0:0 gegen Mainz, dass es den Club nach jahrelanger Misswirtschaft dieses Mal mit großer Gewissheit erwischen wird.

von Agentur DPAProfil

"Wir sind in einer ganz schlimmen Situation, die nochmal schlechter geworden ist", sagte Sportdirektor Jens Todt nach dem zwölften Spiel in Serie ohne Sieg. Dass der HSV selbst gegen einen zu keiner Zeit Erstliga-Ansprüchen genügenden FSV Mainz nicht gewann und auch in einer halbstündigen Überzahl nach Gelb-Rot für den Mainzer Leon Balogun keinen Treffer zustande brachte, führte auch dem letzten Daueroptimisten schonungslos vor Augen: Für dieses HSV-Team reicht es einfach nicht für die 1. Liga. "Ich bin von Natur aus ein Mensch, der nicht aufgibt, wenn es rechnerisch noch möglich ist. Aber ich bin Realist genug, um zu wissen, dass wir das Spiel hätten gewinnen müssen, um eine Restchance zu haben", räumte Stürmer Sven Schipplock ein.

Da es trotz 20:5 Torschüssen und 11:1 Ecken nur zu einem mickrigen Pünktchen reichte, wird es anders als 2014, 2015 und 2017 dieses Mal ziemlich sicher keine Last-Minute-Rettung geben. "Aufgeben liegt nicht in meinem Naturell, aber wir brauchen schon ein kleines Wunder", gestand Trainer Bernd Hollerbach, der weiter ohne Sieg als HSV-Coach ist - und am Samstag beim FC Bayern die nächste Klatsche fürchten muss.

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