20.08.2017 - 22:20 Uhr
Sport

56:87-Niederlage gegen Serbien Lehrstunde für deutsche Basketballer

Hamburg. Völlig entkräftet verabschiedete sich Dennis Schröder vom Supercup und wischte sich auf dem Weg aus der Halle mit einem roten Handtuch den Schweiß aus dem Gesicht. Trotz einer Energieleistung ihres NBA-Jungstars haben die deutschen Basketballer zum Turnier-Abschluss eine Lehrstunde erhalten und sind noch weit von ihrer EM-Form entfernt. Der ersatzgeschwächte Gastgeber verlor gegen den übermächtigen Vize-Weltmeister Serbien am Sonntag in Hamburg mit 56:87 (34:44) und verpasste durch die zweite Niederlage den Titelgewinn. "Die Serben waren aggressiver als wir, da müssen wir dagegen halten. Das haben wir heute noch nicht getan", sagte Schröder. "Ich denke, wir sind bereit, wir müssen dazu lernen. Wenn die EM kommt, müssen wir Gas geben."

von Agentur DPAProfil

Elf Tage vor Start der Europameisterschaft war der 23-Jährige mit 16 Punkten wie schon beim 79:76 gegen Russland und beim 75:80 gegen Polen bester deutscher Werfer. Doch nach dauerhaften Attacken des serbischen Turniersiegers konnte auch der Anführer das schwächste Abschneiden beim Supercup seit 2013 nicht verhindern. Dabei fehlte NBA-Neuling Daniel Theis nach seiner vorübergehenden Abreise zu den Boston Celtics. "Wir müssen auf jeden Fall noch besser werden, deswegen sind wir hier", betonte Schröder und blickte zuversichtlich auf die Generalprobe gegen Frankreich am 27. August und die Europameisterschaft (31. August bis 17. September).

Nach Pöbeleien aus dem Publikum legte sich der Aufbauspieler der Atlanta Hawks gegen Serbien sogar mit einem Zuschauer an - und reagierte mit Wut im Bauch. Direkt im Anschluss ging Schröder nach vorne, traf seinen Dreipunktewurf, zeigte auf den Fan und legte seinen Zeigefinger auf die Lippen. "Das ist halt Deutschland", sagte der Point Guard.

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