21.12.2016 - 02:10 Uhr
Sport

Absage in Courchevel Viktoria Rebensburg nicht traurig

Courchevel. Heftige Winde und irreguläre Bedingungen haben den Ski-Damen das letzte Weltcup-Rennen vor der Weihnachtspause vermiest. Der Riesenslalom von Courchevel wurde am Dienstag unterbrochen und später abgesagt, weil ein Sturm über den Hang in den französischen Alpen fegte. "Die Umstände waren unfair und gefährlich", resümierte der deutsche Damen-Bundestrainer Markus Anwander.

Viktoria Rebensburg war gesundheitlich angeschlagen und deshalb nicht unglücklich über den Abbruch in Courchevel. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Der Ski-Weltverband FIS hofft, den Riesentorlauf schon in der nächsten Woche in Semmering nachholen zu können. Viktoria Rebensburg kam die Absage nicht ungelegen, plagten sie doch noch die Folgen eines Magen-Darm-Infekts. "Ehrlich gesagt ist das für mich ganz gut", kommentierte Rebensburg die Entscheidung. Die Olympiasiegerin von 2010 hatte sich am vorigen Freitag eine Grippe eingefangen und war noch erheblich geschwächt. "Ich werde mich die nächsten Tage sammeln, heimfahren und dann neu angreifen", sagte sie. Schon in der nächsten Woche steht wieder ein Riesenslalom - oder womöglich gar zwei - in Semmering an.

"Kein Beinbruch"

"Die Tage in Val d'Isère haben Substanz gekostet", sagte Anwander mit Verweis auf das schwierige Wochenende für die erkrankte Rebensburg. Auf das Team bezogen, in dem Lena Dürr auch wegen einer Grippe ausfiel, meinte der Coach: "Für uns ist die Absage kein Beinbruch." Die Veranstalter hatten den ersten Lauf nach 16 Startern unterbrochen und kurz darauf abgesagt. Die Hoffnung, dass der Wind nachlässt und der Wettkampf am Mittag noch mal neu gestartet wird, zerschlug sich dann. Die Entscheidung wurde von den Fahrerinnen unterstützt.

Der Versuch, bei den Bedingungen zu fahren, "war eine Frechheit", sagte die Schweizerin Lara Gut und berichtete angesichts der wechselnden Winde: "Beim Fahren sind einige fast stehengeblieben." Via Twitter hatte sie noch vor der Absage in Richtung FIS gestichelt: "Wir sind keine Windsurfer und haben auch keine Flügel." Rennleiter Atle Skaardal hofft, den Wettkampf am 27. Dezember in Semmering nachzuholen.

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